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Deutschland / Niederlande
Den Weg in die Zukunft gehen
Wie stellen sich die Steyler Missionare in Deutschland zukünftig auf? Wie funktioniert die Kommunikation innerhalb des Ordens? Welche Grundpositionen müssen im neuen Leitbild verankert werden? Fragen, mit denen sich das Provinzkapitel vom 07. bis 11. Februar im Gründungsort Steyl/Niederlande auseinandersetzte. Heraus kamen vielfältige Empfehlungen an die Provinzleitung mit dem klaren Auftrag einer starken Profilbildung des Ordens in Deutschland.
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Sie diskutierten über die Schwerpunkte der Arbeit der Steyler Missionare in Deutschland, unterschiedliche Auffassungen von Kommunikation, ihr Leitbild und die Prioritäten für die nächsten drei Jahre: Fast 50 Delegierte aus allen Niederlassungen und Institutionen der Steyler Missionare in Deutschland hatten sich im Gründungsort Steyl versammelt, um über die Richtung nachzudenken, in die der Missionsorden in den kommenden drei Jahren gehen wird.

 

„Besonders der gemeinsame Austausch in Tischgruppen sorgte für eine kreative Atmosphäre. So konnten die Delegierten viele unterschiedliche Ideen zu den verschiedenen Fragestellungen entwickeln,“ erläutert Bernd Werle, Provinzial der Steyler Missionare.

 

In die Zukunft gerichtet

So entwickelte das Provinzkapitel Vorschläge zur zukünftigen Ausgestaltung der Kommunikation innerhalb des Ordens, wobei Mängel aufgedeckt und Verbesserungsvorschläge erarbeitet wurden. „Für mich spielt im Zusammenhang mit der Erneuerung unserer Vision die Kommunikation eine alles entscheidende Rolle und das Provinzkapitel hat dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die interkulturelle Kommunikation gelegt,“ erläutert Werle. „Dies wurde in der Vergangenheit zu wenig berücksichtigt. Weil die Steyler Missionare heute in Deutschland eine internationale Gemeinschaft sind, muss dieser Punkt aber in Sachen Kommunikation ganz oben auf unserer Agenda stehen.“
Wie sehr die Internationalität die Gemeinschaft heute schon prägt, wurde auch auf dem Provinzkapitel deutlich. 1/3 der Kapitulare stammten nicht aus Deutschland. Dies führte einen Kapitular zu der Aussage: „Das erste internationale Provinzkapitel der Steyler in Deutschland!“

 

Wichtig war dem Provinzial Pater Bernd Werle ebenso die Darstellung der aktuellen Situation des Ordens mit dem Anspruch, die bestehenden Strukturen zukunftsfähig zu machen. „Die Provinzleitung ist sich darüber einig, dass risikoreiche Strukturen des Ordens abgebaut werden und demgegenüber finanziell und personell tragfähige Niederlassungen aufgebaut werden müssen. Mir als Provinzial war es darüber hinaus wichtig, dass das Provinzkapitel als höchste außerordentliche Autorität der Provinz einen Beitrag dazu leistet, dass wir in den kommenden drei Jahren stärker an unserem Profil arbeiten und hierzu auch Prioritäten vorgibt,“ erklärt Werle.

 

Ebenso zukunftsorientiert wie die Ausgestaltung von Kommunikation und Profilbildung war die Diskussion um das Leitbild der Steyler Missionare in Deutschland. „Die Entwicklung des Leitbildes in den Kommunitäten und die abschließende Diskussion und Verabschiedung durch das Provinzkapitel gibt der Provinzleitung Vorgaben für die weitere Arbeit in Deutschland. Wir müssen daraus konkrete Priorisierungen ableiten und diese dann umsetzen,“ so Werle weiter.


Laien durften mitreden


Neben den ordenseigenen Delegierten wohnten dem Provinzkapitel auch Laien-Steyler bei. Die Geschäftsführer der Steyler Institutionen wie dem Zeitschriftenapostolat, steyl medien, der Steyler Bank und denen der Provinzleitung angegliederten Abteilungen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Missionare auf Zeit konnten dem Kapitel durch ihre Sachkompetenz wichtige Impulse vermitteln. „Engagierte Laien nehmen schon heute wichtige Aufgaben wahr. Sie als Mitarbeiter/innen bei unserem Kapitel begrüßen zu können war uns wichtig, da wir unsere Wertschätzung für diese wichtigen Aufgabenbereiche zum Ausdruck bringen wollten,“ erklärt Werle. „Unsere Gäste waren fast während der gesamten Dauer des Kapitels in die inhaltliche Auseinandersetzung und Gestaltung eingebunden und konnten so einen ihrerseits Beitrag zur zukünftigen Ausrichtung der Steyler Missionare in Deutschland beitragen.“

 

Die Beschlüsse des Provinzkapitels müssen nun noch vom Generalat in Rom genehmigt werden. „Mit diesen können wir uns dann aufmachen, um unser Profil zu schärfen und die Zukunft der Steyler Missionare in Deutschland mit dieser Schwerpunktsetzung gestalten,“ erklärt der Provinzial Pater Bernd Werle.

Veröffentlicht: 22.02.2010 Tamara Häußler-Eisenmann
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